Weihnachtsstimmung? Was ist das? Das ist jenes Gefühl, welches ich krampfhaft versuche, NICHT zu haben, wenn ab Ende August,
Anfang September
im strahlendsten Sommer die Weihnachtssaison, überall dort, wo es Lebensmittel zu kaufen gibt, eröffnet wird.
Es wird eifrig angeboten, was für mich Weihnachtsstimmung immer schon hervorrief und wohl auch hervorrufen soll. Oder soll es nicht?
Ich erinnere mich an Zeiten, ich weiß nicht mehr wann es war, da wurde Weihnachtsgebäck und Weihnachtsdekoration in der
Vorweihnachtszeit verkauft. Vorweihnachtszeit ist die Adventszeit.
Nun habe ich in mir das Gefühl abgewürgt, dann kommt die Zeit, Anfang Dezember, da würde es passen. Aber nun kann ich nicht
einfach das
abgewürgte Weihnachtsgefühl wieder hervorkramen. Es ist futsch! Die Sachen, die mich sonst in feierliche Stimmung versetzten-
Weihnachtsstollen, Pfefferkuchen oder auch Lebkuchen genannt, Spekulatius, und nicht zuletzt die Schokoladenweihnachtsmänner-
alles hat seine Bedeutung verloren und wird zum Sinnbild des Gegenteiles, was es eigentlich verkörpern soll.
Die Ingredenzien der Weihnachtszeit- die Stimmungsträger für die Vorweihnachtstimmung werden zum Sinnbild dafür, daß einfach
alles verhökert wird.
Ich weißt nicht, ob meine Weihnachsstimmung, wie ich sie hatte, als es noch eine wirkliche Vorweihnachtszeit gab, wieder
so werden würde, wie sie einmal war, wenn dieser frühe Verkauf schlagartig zuende wäre. Ich glaube, selbst dann nicht.
Trotzdem nehme ich das alles nicht einfach so hin. Wir haben hier etwas verloren- einen wesentlichen Wert- eine wichtiges Stück
Lebensqualität. Wehren wir uns! Reden wir darüber, daß wir zum Beispiel lieber in Geschäften einkaufen würden, die Weihnachten
respektieren und zeigen das den Geschäftsführern. Zeigen wir denen, daß dieser Respekt einen Verkaufsvorteil bedeutet.
Aber wir müssen den Mund aufmachen!